Zwischen den Sümpfen des Spandauer Forst

Spandauerforst Foto © Michele Carloni

Spandauer Forst – Foto © Michele Carloni

Für Naturliebhaber ist der Spandauer Forst ein absolutes Muss. Eine wunderschöne Oase, geprägt von Sümpfen und Gewässer, nur wenige Minuten vom Bezirk Spandau entfernt.

Das Naturschauspiel, dem der Besucher bereits am Eingang des Parks ausgesetzt wird, ist sehr bewegend. Teiche, Kanäle und Bäche kreuzen sich in einem dichten Wald mit Eichen, Birken und Eschen. Im Spandauer Forst finden gefährdete Tiere, wie Otter und Waschbären und gefährdete Vögel, wie die Sumpfweihe ihre Zuflucht. Große Teile im Inneren des Waldes sind tatsächlich Naturschutzgebiet, wie der Teufelsbruch und der Große und Kleiner Rohrpfuhl.

Der Spandauer Forst ist bequem zu erreichen mit der U7 bis Rathaus Spandau und dann mit dem Bus M 45 bis Endhaltestelle Johannesstift. Wir empfehlen diese Reise jedem, der sich dem Getöse der Metropole entziehen und in die Farben und Geräusche des Waldes eintauchen möchte.

Eine prähistorische Landschaft

Moor in Spandauerforst - Foto © Michele Carloni

Moor in Spandauer Forst – Foto © Michele Carloni

Während des Spaziergangs durch den Wald treffen wir viele andere Besucher. Der Eindruck, allein in der Natur zu sein, hört jedoch nicht auf. Wir hören nur die Geräusche des Waldes. Die Stadt, obwohl so nah, ist eigentlich weit weg.

Im Schatten großer Bäume erstrecken sich Teiche und Sümpfe. Die Landschaft erinnert an die Illustrationen prähistorischer Bücher. Die Farben sind so stark, dass sie dem Maler einen sofortigen Erfolg bringen würden, der sie versucht auf der Leinwand wiederzugeben.

Die Wasseroberfläche spiegelt das Grün des Mooses und der Baumblätter wieder und vertieft damit ihre Intensität. Während wir auf einem Birkenweg laufen, hören wir seltsame Vogelverse. Die Vögel erkennen wir nicht, wir schaffen nur das Gehämmer des Spechts mit seinem fernen Echo zu unterscheiden. Wir treten immer mehr in das Dickicht des Waldes ein. Jetzt sind wir allein, wir treffen niemanden mehr.

Das weiße Wildschwein

wild rottingSeit mindestens 10 Minuten laufen wir auf diesem verwirrten Weg, als uns eine fast traumhafte Szene überrascht.

Eine schwarze Masse, gefolgt von einer weißen, bewegt sich etwa 50 Meter von uns entfernt mit großer Geschwindigkeit. Es sind zwei Wildschweine, aus dem Nichts erschienen und in wenigen Sekunden zwischen den Bäumen verschwunden. Der riesige schwarze Eber ist definitiv der Erwachsene, gefolgt von dem weißen Frischling. Sie sind sehr schnell, aber wir haben Zeit, ihnen mit unseren Augen zu folgen, bevor der Wald sie verschlingt. Es ist ein enger Kontakt, kurz aber intensiv, mit der wilden Natur.

Diese unerwartete Begegnung ist sehr beeindruckend, vor allem in der Stille, in der die Szene stattgefunden hat, und vor dem Hintergrund, dass wir schließlich immer noch in Berlin sind.

29.000 Hektar Wald in Berlin-Brandenburg

Was für ein Trost zu wissen, in einer Stadt zu leben, die solche Überraschungen bereithält. Nicht umsonst steht Berlin an der Spitze der deutschen Städte mit der größten Waldfläche. Mit ihren immensen grünen Oasen beweist sich Berlin als eine endlose Quelle von Möglichkeiten, sich vom Stress der Metropole zu erholen.

Das könnte dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.