Bremen entdecken!

Rathaus Wappen bremen - Foto © Michele Carloni

Wappen von Bremen – Rathaus – Foto © Michele Carloni

Seine glorreiche Vergangenheit spiegelt sich in den Straßen der von der Weser durchzogenen Altstadt wieder. Ein kleines historisches Zentrum voll Sehenswürdigkeiten, die dem Besucher keine Zeit geben, sich zu langweilen.

Wer aus Berlin kommt, kann Bremen mit dem Zug in dreieinhalb Stunden bequem erreichen und in Hamburg umsteigen. Es gibt zahlreiche Zugverbindungen.

Unter den vielen Städten Deutschlands gehört Bremen sicherlich zu den interessantesten. Es ist der zweite Hafen des Landes nach Hamburg, mit einer tausendjährigen Geschichte und UNESCO-Weltkulturerbe Denkmälern.

Drei Tage in Bremen

Um am besten die Stadt zu genießen, empfehlen wir einen Aufenthalt von mindestens zwei Nächten und die Vorausbuchung des Hotels. Wegen der gewöhnlich hohen Zahl der Stadtbesucher könnte eine Reservierung in letzter Minute trotz der zahlreichen Hotels nicht klappen.

Im Feng Shui Concept Hotel Bremen haben wir den idealen Standort gefunden, nur zwei Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt und in der Nähe des historischen Zentrums. In der Nähe des Hotels befinden sich auch zahlreiche Cafés und Restaurants und das Cinemaxx Multiplex.

Trotz der schweren Zerstörungen während des Zweiten Weltkrieges ist die historische Stadtmitte Bremens gut erhalten. Dank den vielen Kirchen,  spät-mittelalterlichen Denkmäler und Renaissance-Gebäuden kann man die Zeit wieder erleben, in der die Stadt blühte. Der Fluss, der sie durchquert, ermöglicht romantische Spaziergänge und bietet an schönen Tagen zahlreiche Panoramablicke. Geschäfte, Cafés und Restaurants vervollständigen das Bild einer Stadt voller Leben und Kunst.

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Fotogalerie © Michele Carloni

Die Freie Hansestadt Bremen

„Wer stehlen will und nicht hangen, Geh‘ nach Bremen und lasse sich fangen.“ Bekanntes Sprichwort zur kaufmännischen Mentalität der Bremer Bevölkerung

Das Land Bremen ist das kleinste deutsche Bundesland, bestehend aus der Stadt Bremen und dem Hafen Bremerhaven. Seine historische Bedeutung spiegelt sich bereits in der günstigen strategischen Position wider. Am Ufer der Weser gelegen, befindet sich die Stadt nur 60 Kilometer von der Mündung des Flusses entfernt. Bremen konnte daher die kommerziellen Vorteile der Nordsee genießen und sich gleichzeitig gegen Überfälle gut verteidigen.

Die ersten Siedlungen im Bereich der zukünftigen Stadt Bremen stammen bereits aus dem 2. Jahrhundert nach Christus. Die erste urkundliche Erwähnung der Stadt datiert aus der Karolingerzeit. Eine tausendjährige Geschichte also, die schon im Jahre 1260 mit dem Beitritt zur Hanse die wirtschaftliche Bedeutung der Stadt bewies.

Das Rathaus am Marktplatz ist das ewige Zeugnis der Pracht und des Reichtums, die Bremen als maritime Stadt erlangte.

Bremen Schnoor

Bremen Schnoor © Michele Carloni

Was gibt es in Bremen zu sehen?

Wir haben die Stadt am Wochenende des Silvesterabends besucht. Kalter, dichter Regen und Wind bieten normalerweise keine idealen Voraussetzungen um einen Ausflug zu genießen. Dennoch verliert Bremen auch in den kältesten Wintermonaten seinen Charme nicht. Die Sehenswürdigkeiten sind relativ nah beieinander und die Straßen lassen sich einfach durchqueren. Trotz des Regens gab es zahlreiche Möglichkeiten durch die schönsten Gegenden wie Schnoor zu spazieren und sie zu fotografieren.

Insbesondere drei Punkte der Stadt wurden im Laufe der Zeit Merkmale Bremens in der Welt. Sie sind gleichzeitig UNESCO-Weltkulturerbe

  • Der Marktplatz mit der Rolandstatue und dem Rathaus
  • Das  Schnoorviertel
  • Die Böttcherstraße

Das Rathaus

Das Rathaus kann nur mit einem Reisebegleiter besucht werden (je nach Bedarf  kann die Führung auf Deutsch, Englisch oder Spanisch organisiert werden).

Verpasst nicht die Große Halle, auch Obere Rathaushalle genannt, die im ersten Stock liegt. Sie war einst Gerichtssaal  und in diesem Raum wurden die Stadträte gewählt. Das Prestige des Amtes spiegelt sich immer noch im Luxus der Dekorationen wider, wie die mit Fresken verzierte Decke und die Intarsien des antiken Archivs.

Roland von Bremen

Roland Statue - Detail

Roland Statue – Detail © Michele Carloni

Die Fenster des Rathauses blicken auf den Platz wo die Statue von Roland steht. Ein gigantisches Steindenkmal aus dem Jahr 1404, das mehr als 10 Meter hoch ist. Symbol für Freiheit und Gerechtigkeit, repräsentiert es die Unabhängigkeit des Stadtstaates Bremen gegenüber den Potentaten in der näheren Umgebung.

Mit seiner zentralen Position auf dem Platz ermöglicht es suggestive fotografische Aufnahmen mit Blick auf das Rathaus, die Kathedrale oder die umliegenden Häuser. Schwierig, wenn nicht sogar unmöglich, Fotos zu machen, ohne dass Touristen oder Passanten auf dem Bild erscheinen…

Böttcherstraße

Der Eingang der Straße ist schon vom Marktplatz aus sichtbar. Die Böttcherstraße war bereits im Mittelalter als Verbindung zwischen der Stadtmitte und dem Hafen an der Weser wichtig. Als der eigentliche Hafen im 19. Jahrhundert verlegt wurde, verlor die Straße langsam ihre zentrale Rolle. Bis ein Unternehmer, Ludwig Roselius, und ein Künstler, der Architekt und Bildhauer Bernhard Hoetger, die Strasse durch Umbauten und Renovierungen wiederbelebten.

Das Ergebnis ist ein einzigartiger Komplex, der verschiedene architektonische Stile umfasst. Der Jugendstil prägt auf jedenfalls die meiste Gebäude. Fassaden, Eingänge und Hinterhöfe sind mit Statuen, Skulpturen und Reliefs geschmückt. In der Böttcherstraße gibt es Geschäfte, Restaurants, Museen und Galerien, aber das echte „Museum“ ist die Straße selbst.

Schnoor

Es ist das älteste Viertel der Stadt, dessen Hauptkern sich in der Renaissance entwickelte. Die spätmittelalterliche Stimmung ist in der Verflechtung von schmalen Gässchen und kleinen verschachtelten Häusern erhalten geblieben. Die meisten Gebäude sind Fachwerkhäuser, aber nur wenige davon stammen aus der Renaissance. Der Gesamteffekt ist sehr malerisch. Schnoor ist einer der meistbesuchten Orte der Stadt.

Der Massentourismus kann in den Altstadtgassen des Viertels unruhige Situationen wie Stau oder Warteschlangen verursachen. Möchtet ihr Schnoor alleine genießen? Dann musst ihr früh aufstehen…

Die Bremer Stadtmusikanten

Stadtmusikanten Skulptur

Die Bremen Stadtmusikanten – Skulptur Foto©MicheleCarloni

Da ratschlagten die Tiere, wie sie es anfangen müßten, um die Räuber hinauszujagen und fanden endlich ein Mittel. Der Esel mußte sich mit den Vorderfüßen auf das Fenster stellen, der Hund auf des Esels Rücken springen, die Katze auf den Hund klettern, und endlich flog der Hahn hinauf, und setzte sich der Katze auf den Kopf. Wie das geschehen war, fingen sie auf ein Zeichen insgesamt an, ihre Musik zu machen: der Esel schrie, der Hund bellte, die Katze miaute und der Hahn krähte…
Auszug aus den Bremer Musikern

Ein Esel, ein Hund, eine Katze und ein Hahn stehen übereinander. Ein bizarres Bild, das in einer Bronzestatue auf dem Rathausplatz in Bremen verewigt wird. Sie stellt Die Bremer Stadtmusikanten dar, das berühmte Volksmärchen der Brüder Grimm. Einer lokalen Tradition zufolge würde es Glück bringen, die Eselspfoten anzufassen: Eine Attraktion für die Touristen. Die Skulptur zieht besonders Familien mit Kindern an, die neben den Tieren fotografiert werden möchten.


Die Geschichte der Brüder Grimm folgt der Tradition von Äsops moralischen Fabeln mit Tieren als Protagonisten. Das Märchien spielt auf den menschlichen Zustand in seinem Kampf gegen ein widriges Schicksal an. Zwischen Drama und Ironie bieten die Brüder Grimm Anlass zum weiteren Nachdenken. Ewige Werte wie Mut, Hoffnung und Erlösung werden in dem wohlverdienten glücklichen Ende dieser Geschichte bestätigt.

Millennium-Operation: Zerstört Bremen!

Thousand Plan, später Millennium-Operation genannt, war die strategische Planung für die gezielte Bombardierung deutscher Städte im Jahr 1942. Der Plan wurde von der britischen RAF (Royal Air Force) konzipiert und durchgeführt.  Sein Deckname deutete auf die Anzahl der eingesetzten Flugzeuge.  Jeweils „1000-Bomber-Angriffe” sollen namentlich drei Städte vernichten: Köln, Essen und Bremen. Auch wenn die Bombardierung von Bremen in der Nacht des 26. Juni 1942 besonders schwer war, war sie weder die erste noch die letzte.

Historischen Daten zufolge wurden 173 Luftangriffe von 1940 bis 1945 auf der Stadt Bremen durchgeführt. Insgesamt haben die Alliierte etwa 890.000 Bomben abgeworfen. 85% des historischen Zentrums befand sich zum Kriegsende komplett zerstört. Wie viele andere deutschen Großstädte hatte sich auch Bremen in einen Trümmerhaufen verwandelt. Stunde Null war der Ausdruck, der diesen besonderen historischen Moment prägte. Eine zutreffende Definition, denn mit dem Ende des Krieges und der Kapitulation musste das zerstörte Deutschland wieder von Null anfangen.

Der Wiederaufbau der deutschen Städte in der Nachkriegszeit ist ein komplexer und diskontinuierlicher Prozess gewesen. Er wurde auch durch die Teilung des Landes behindert. Noch heute gibt es in einigen Städten Leerräume, die an die gefallenen Bomben erinnern. Städtebauliche Pläne zum Wiederaufbau von kriegszerstörten Gebieten finden heute in Berlin statt. Und es gibt immer wieder Nachrichten in den Zeitungen, wenn die Bombenleger nicht explodierte Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg entschärfen.

Es ist jedoch unumstritten, dass Deutschland mit dem Wiederbeleben der von Bombardierungen getöteten Städte eine außergewöhnliche Leistung erzielt hat. Das ästhetische Ergebnis kann fraglich sein, ein Schicksal, das aber auch von den vom Krieg nicht berührten Städten geteilt wird. Bremen gehört jedoch zu jenen Städten, deren historisches Zentrum fast in seiner ursprünglichen Form wiederhergestellt wurde.

Trinken und Essen in Bremen

Das Angebot an Restaurants in der Innenstadt ist sehr vielfältig, von den anspruchsvollsten Orten bis zum türkischen oder asiatischen Imbiss.

Im Untergeschoss des Rathauses befindet sich der berühmte Bremer Ratskeller (UNESCO-Weltkulturerbe) aus dem Jahr 1405. Hier erwartet euch eine große Auswahl an Weinen und Likören sowie traditionelle Küche. Der Weinkeller des Rathauses bietet eine eindrucksvolle Kulisse aus dem 17. Jahrhundert mit riesigen Weinfässern, Intarsien und Fresken.

Nicht weit entfernt lohnt sich die bekannte Schüttinger Gasthausbrauerei zu besuchen, die älteste Brauerei der Stadt. Weitere interessante, gemütliche und manchmal malerische Lokale findet ihr in der Böttcherstraße und im Schnoorviertel.

Wir haben eines der vielen indischen Restaurants des Zentrums gewählt, Krishna Indisches Bio Restaurant. Ein kleiner Ort, aber mit einer „großen“ Speisekarte. Das Buffet ist besonders vielfältig und bietet köstliche  Gerichte zu einem niedrigen Preis.

Nicht jeder weiß das …

Zu den bekannten Persönlichkeiten, die in Bremen geboren sind, gehört auch Joachim Neander, ein Komponist und kalvinistischer Pastor des 17. Jahrhunderts. Seine heiligen Hymnen waren sehr beliebt. Häufig suchte Neander Inspiration für seine Kompositionen im Düssel-Tal in der Nordrhein-Westfalen. Um ihn zu ehren wurde sein Name dem Gebiet zugeschrieben: das Tal von Nander oder Neandertal. Als 1856 Hominidenfossilien hier auftauchten, wurden sie auch mit seinem Name getauft: Der Neandertaler wurde geboren.

 

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