Nosferatu zurück in Berlin

Kunst und Ausstellungen in Sammlung Scharf-Gerstenberg

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Nosferatu – Eine Symphonie des GrauensFoto © Spioncino su Berlino

Einen besseren Gast als Nosferatu hätte die Stiftung Sammlung Scharf-Gerstenberg nicht beherbergen können. Die surreale Welt und fantastische Kunstsammlung des Museums passen perfekt zu diesem grausigen Filmcharakter. Anlass für die Ausstellung ist das 100-jährige Jubiläum des von Brian Stockers Dracula inspirierten Film Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens.

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Sammlung Scharf-Gerstenberg – Foto © Spioncino su Berlino

Das Gebäude der Stiftung

Das Kunstmuseum Sammlung Scharf-Gerstenberg hat seinen Sitz zusammen mit dem benachbarten Museum Berggruen in den ehemaligen Offiziers-Kaserne des Garde-du-Corps-Regiments. Sie wurden vom berühmten Architekt Friedrich August Stüler errichtet und sind ein typisches Beispiel der preußischen Repräsentationsbauten Berlins.

Vervollständigt wird diese elegante Anlage durch das gegenüber liegende Schloss Charlottenburg, die St.-Kamillus-Kirche und das Kloster am Klausenerplatz sowie das Denkmal für Albrecht von Preußen in der Schloßstraße. Seit 2022 befindet sich auch das Käthe Kollwitz Museum im Theaterbau am Schloss Charlottenburg. Weiterhin bietet die Villa Oppenheim interessante Sammlungen und Veranstaltungen in unmittelbarer Nähe.

Mit vielen Cafés und Restaurants und dem Schlossgarten Charlottenburg erweist sich dieser Teil Berlins für Spaziergängen in sonnigen Tagen als sehr geeignet.

Die Dauerausstellung

Surrealismus und fantastische Kunst haben die Autoren des Films Nosferatu inspiriert. Gemälde und Zeichnungen berühmten Künstler sind in verschiedenen Filmszenen zu erkennen. Surreale Welten heißt tatsächlich die Dauerausstellung in der Sammlung Scharf-Gerstenberg, die zahlreichen Gemälde, Grafiken und Kollagen dieser Kunstbewegung präsentiert.

Seit das Museum Berggruen wegen Sanierungsarbeiten geschlossen ist, sind viele Werke vorübergehend in der Surreale Welten-Ausstellung gelandet. Werke von Pablo Picasso, Paul Klee, Henri Matisse und Alberto Giacometti erweitern jetzt die Sammlung. Somit wird das Museum ein idealer Ort, um Nosferatu zum 100. Jubiläum zu feiern.

Nosferatu und Berlin

Der Marmorsaal des Berliner Zoologischen Gartens besteht seit langem nicht mehr. Er wurde im Zweiten Weltkrieg zertrümmert. Eine Horror-Szene, die gut zu dem Horrorfilm passt, der hier zwei Jahrzehnte zuvor seine Filmpremiere feierte.

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Die Gäste sollten sogar im Biedermeierkostüm erschienen sein, da der Film im Jahr 1838 spielt, als die Biedermeier Epoche in vollem Gange war. Glück hatte der Film auf keinen Fall. Die Produktionsfirma musste Konkurs anmelden einigen Monaten nach der Premiere, obwohl sie gegründet wurde, um genau diesen Film zu produzieren. Ein Urheberrechtsverfahren mit Brian Stockers Erben wurde ihr zum Verhängnis. Fast alle Filmkopien wurden beschlagnahmt und vernichtet.

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Alfgred Kubin Das Rattenhaus – Foto © Spioncino su Berlino

Nosferatu Jubiläum

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Johann Heinrich Füsli – Nachtmar – Foto © Spioncino su Berlino

Aber auch die öffentliche Resonanz blieb hinter den Erwartungen zurück. Jedoch gehört Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens zusammen mit Der Golem (1915) und Das Cabinet des Dr. Caligari (1920) zu den Horrorklassikern der Filmgeschichte. 100 Jahre nach seiner ersten Aufführung werden dem Film Dokumentationen und Veranstaltungen an verschiedenen Orten in Deutschland gewidmet.

In Berlin organisiert das Museum Sammlung Scharf-Gerstenberg die Ausstellung Phantome der Nacht 100 Jahre Nosferatu mit verschiedenen Veranstaltungen. Das Programm läuft bis Ende April 2023. Mehr unter www.nosferatuinberlin.de

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Max Ernst Der Hausengel – Foto © Spioncino su Berlino
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Filmszene mit Hyäne – Foto © Spioncino su Berlino

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